Mythos 5: Mercedes-Benz O 303 Reise-Omnibus.

Mythos 5: Mercedes-Benz O 303 Reise-Omnibus.

Mythos 5: Mercedes-Benz O 303 Reise-Omnibus.


Die ersten Omnibusse waren ungefederte Lastwagen mit Aufbauten zur Personenbeförderung. Heute sind Omnibusse rollende, luftgefederte und gutbelüftete Ruheräume. Auch der O 303, der 1974 auf den Markt kommt, leistet zu dieser Entwicklung einen wertvollen Beitrag. Mercedes-Benz bietet den O 303 in zahllosen Varianten mit verschiedenen Längen und Höhen an, nicht nur als luxuriösen Reisebus mit 9 bis 15 Sitzreihen, sondern auch als Überlandbus oder als Linienbus. Sicherheit und Komfort sind bei allen Modellen die oberste Maxime und werden in der 19-jährigen Produktionszeit des O 303 stetig verbessert. Für Frischluft sorgt eine Klimaanlage mit individuell verstellbaren Düsen und auf Wunsch ist der O 303 mit Chemietoilette, Miniküche und Kühlbar erhältlich. Mehr als 38 000 Exemplare werden vom O 303 gebaut. Dank dieses Produktionsrekords wird der O 303 werksintern stolz der „Weltmeister“ genannt.

Mit dem Reisebus O 303 haben die Mercedes-Benz Techniker zum ersten Mal getestet, wie stabil ein Bus bei einem Überschlag ist. Dazu haben sie den O 303 einen Abhang heruntergerollt. Bei diesen schwierigen Versuchen haben sie herausgefunden, wie man Omnibusse bauen muss, damit sie auch einen Überschlag überstehen. Mit seiner weichen Federung, seinen bequemen Sitzen und seinem leisen Motor ist der O 303 aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie die Ingenieure von Mercedes- Benz seit jeher hart daran arbeiten, aus dem Omnibus einen bequemen Reisewagen für große und kleine Fahrgäste zu machen. Vor vielen Jahren waren Omnibusse so unbequem, wie man sich das heute kaum noch vorstellen kann. Die harte Federung rüttelte die Reisenden ordentlich durch, die Sitze waren aus Holz, man schlich mit 60 Stundenkilometer über die Landstraßen, und der riesige Motor dröhnte von vorne in den Innenraum, besonders wenn es bergauf ging. Statt einer Lüftung gab es ein Faltdach zum Aufschieben, das Gepäck wurde über eine Außenleiter aufs Dach verfrachtet, und wer bei langen Reisen auf die Toilette wollte, musste warten, bis der Fahrer einen Parkplatz fand. All das änderte sich erst durch die Erfindungen der Ingenieure, die die Omnibusse immer weiter verbessert haben.

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