Mythos 5: Mercedes-Benz 220 S.

Mythos 5: Mercedes-Benz 220 S.

Mythos 5: Mercedes-Benz 220 S.


Als sich der junge Ingenieur Béla Barényi 1939 bei der Daimler-Benz AG bewirbt, sagt man ihm: „Herr Barényi, Sie denken 15 bis 20 Jahre voraus, Sie kommen in Sindelfingen unter einen Glassturz und alles was sie herausfinden, kommt direkt an die Patentabteilung.“. Bis 1972 arbeitet Barényi für Mercedes-Benz. Er entwickelt zahllose technische Neuerungen und meldet rund 2500 Patente an. Als in den sechziger Jahren die Zahl der Autos und der Verkehrsunfälle drastisch steigt und die Sicherheit im Straßenverkehr zum vordringlichen Thema wird, ist Mercedes-Benz auch dank Barényi der Konkurrenz weit voraus. Die Knautschzonen, die steife Fahrgastzelle, das Keilzapfen -Türschloss, das Sicherheitslenkrad und der entschärfte Innenraum machen den Heckflossen-Mercedes zu einem der sichersten Autos seiner Zeit.

Je mehr der Autoverkehr zunahm, desto mehr stieg auch die Zahl der Unfälle. Die Mercedes-Benz Ingenieure hatten schon lange über verschiedene Lösungen nachgedacht, um Autos sicherer zu machen. Im Mercedes 220 S aus dem Jahr 1959 haben sie eine Menge neuer Erfindungen eingebaut, zum Beispiel die sogenannte ‘Knautschzone’. Die Idee dafür ist ganz einfach: Um die Fahrerkabine in der Mitte des Autos bei einem Unfall zu schützen, wird eine sehr stabile Kabine für die Fahrgäste gebaut. Zugleich werden das Vorderteil und das Hinterteil des Autos so konstruiert, dass sie sich bei einem Unfall zusammenknautschen, ohne die Fahrerkabine zu beschädigen. Die ‘Knautschzonen’ machten den 220er zu einem sicheren Auto und werden bis heute in jedes Auto eingebaut. Der 220er trug übrigens den Spitznamen ‘Heckflosse’ wegen seiner beiden kleinen Flügel hinten hyperlinks und rechts, die aussehen wie Schwimmflossen. Sowas galt damals als stylish, weil die Amerikaner gerne mit großen, schwungvollen Autos herumfuhren.

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