Mythos 1: Daimler Motorkutsche.

Mythos 1: Daimler Motorkutsche.

Mythos 1: Daimler Motorkutsche.


Anders als Karl Benz, der vor allem Vehicle bauen will, träumt Gottlieb Daimler von der Motorisierung „zu Wasser, zu Lande und in der Luft“. Heute hört sich das ziemlich regular an, aber damals glaubten die Wenigsten, dass dies je möglich sein würde. Der Grund: Die Motoren, die es zu dieser Zeit gab, waren sehr gross und sehr schwer. Aber Daimler und Maybach gelang es, sehr kleine und starke Motoren zu bauen. Daimlers Hauptziel ist zunächst die Herstellung von geeigneten Motoren. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Wilhelm Maybach entwickelt er in jahrelanger Forschungsarbeit einen kleinen schnell-laufenden Motor, der so leicht und so stark ist, dass er ein Fahrzeug antreiben kann. Diesen Motor, die sogenannte „Standuhr“, bauen Daimler und Maybach 1885 zuerst in ein Laufrad ein, den „Reitwagen“, und konstruieren damit das erste Motorrad der Welt. Im März 1886 bestellt Gottlieb Daimler bei der Wagenbaufabrik „Wilhelm Wimpff & Sohn“ in Stuttgart eine Kutsche als Geburtstagsgeschenk für seine Frau Emma. 775 Mark – das ist immerhin der Jahreslohn eines Arbeiters – lässt er sich die Anschaffung kosten. Doch das Geburtstagsgeschenk wird Emma Daimler nie erhalten: Als die Kutsche fünf Monate später, in der Nacht des 28. August heimlich angeliefert wird, entfernen Daimler und sein enger Mitarbeiter Wilhelm Maybach als erstes die Deichsel.

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